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„Ich suche eine Familie für mein Kind.“ – Adoptionsvermittlungsstelle

11.09.2021
News

Eine Lebensgeschichte zeigt, wie wichtig Adoptiveltern sein können

Mein Name ist Elisa. Ich bin eine ganz normale Frau, denke ich. Ich bin 24 Jahre alt, berufstätig, alleinerziehende Mutter eines Sohnes. Mein Kind ist toll. Auch wenn sein Vater uns nie zur Seite stand, meistern wir unseren Alltag gut. Bald kommt mein Sohn in die Schule. Er ist schlau, bestimmt wird er seinen Weg gehen.

Der Alltag allein ist für mich oft stressig. Die Großeltern wohnen weit weg und Zeit für Freunde oder Weggehen habe ich kaum. Ich bin eben Mutter und wahrscheinlich gehört Verzicht dazu. Eigentlich ist das in Ordnung, nur manchmal fehlt mir die Zeit für mich selbst.

Ich verdiene nicht sehr viel Geld, aber für uns zwei ist es genug. Wir kommen über die Runden. Wichtig sind nicht die materiellen Dinge, auch wenn sie einiges erleichtern können.

Vor vier Monaten habe ich mich mit einem Mann getroffen. Seit langem hatte ich mal wieder das Gefühl begehrt zu sein. Ich war irgendwie gleich verliebt. Wir hatten einen schönen und intimen Abend. Das ist eigentlich gar nicht meine Art.  Am nächsten Morgen war Stefan, so hieß er, weg. Mehr als seinen Namen weiß ich nicht vom ihm. Es tut schon ein wenig weh, aber wenigstens waren es für uns beide schöne Stunden. Ich schau wieder nach vorn, habe meinen Alltag und meinen Sohn, der braucht mich und meine Aufmerksamkeit.

Am Montag war ich beim Frauenarzt zur Routinekontrolle. Der Arzt sagte, dass ich im vierten Monat schwanger bin. Was werden meine Eltern sagen? Was die Nachbarn von mir denken? Was wird mit meiner Arbeit? Wie soll ich das alles schaffen?

Gestern war ich bei der Schwangerenkonfliktberatung. Die Frau dort war sehr einfühlsam und hat mit mir offen über alle Möglichkeiten, die ich jetzt habe, gesprochen. Keine Vorwürfe, keine unangebrachten Sprüche. Das tat gut. Sie hat mir alle möglichen Hilfen aufgezeigt. Aber ich weiß genau, alleine mit zwei Kindern, das schaffe ich nicht. Was, wenn ich dann scheitere? Was, wenn ich an meine Grenzen stoße, die Kinder nicht gut versorgen kann und dann beide Kinder verliere?

Ich bin mir ganz klar darüber: Mein ungeborenes Kind hat genauso ein Recht darauf glücklich zu sein, wie mein Sohn.

Morgen habe ich einen Termin bei der Adoptionsvermittlungsstelle, erst einmal zu einer unverbindlichen Beratung. Ich habe Angst vor diesem Schritt, aber am Telefon war man ganz nett zu mir. Das hilft mir umso mehr, diesen Schritt zu gehen.

Ich suche eine Familie für mein Kind. Kennen Sie jemanden, der das sein könnte?


Elisa existiert so nicht. Aber Schicksale, wie dieses, und Familien mit ähnlichen Problemlagen sind Teil unserer Gesellschaft.

Wir bieten Begleitung und Unterstützung für Mütter und Familien, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Kind abzugeben. Gerne vereinbaren wir mit Ihnen Beratungsgespräche, jederzeit auch anonym.

Der Landkreis sucht zudem fortlaufend Familien, die sich vorstellen können, ein fremdes Kind aufzunehmen. Tragen Sie sich mit diesem Gedanken? Dann melden Sie sich bei uns

Kontakt:

Adoptionsvermittlungsstelle

Frau Langer: Telefon: 03501-5152173

Herr Klose: Telefon: 03501-5152176

E-Mail: adoptionsvermittlung@landratsamt-pirna.de